Interview mit Jelle und Joram Kuijvenhoven, den Inhabern von JK Plant.
JK Plant: Was 2010 mit einem Gewächshaus und einer Handvoll Pflanzen begann, hat sich zu einer modernen, flexiblen Gärtnerei mit drei festen Standorten, mehreren Pachtgärten und einem breiten Sortiment entwickelt, das das ganze Jahr über verfügbar ist.
Von Westland aus bauen die Brüder Jelle und Joram Kuijvenhoven an JK Plant: ein Familienunternehmen, in dem Qualität und nüchternes Unternehmertum im Mittelpunkt stehen. In diesem Interview erzählen sie von ihrem Engagement bei Air So Pure, wie sie mit Innovation umgehen und warum sie stolz aufeinander sind.
Wie JK Plant Mitglied bei Air So Pure wurde
Als JK Plant 2016 zu Air So Pure stieß, geschah dies nicht mit Vorbedacht. Die Übernahme der Spathiphyllum-Zucht von Kollegen Mart Zwinkels führte zunächst zur Mitgliedschaft. „Damals beschäftigten wir uns noch überhaupt nicht mit Luftreinigung“, erzählt Joram. „Aber schon bald entdeckten wir die Kraft und die Bedeutung der Marke. Es ist nicht einfach nur ein Etikett an einer Pflanze, sondern eine Marke mit einer Botschaft. Gesunde Pflanzen, die zu einem besseren Lebensklima beitragen.“
Für die Brüder ist Air So Pure mehr als nur gemeinsames Marketing. Das Netzwerk, die Zusammenarbeit mit anderen Züchtern und die festen Kontakte zu den Kunden machen die Mitgliedschaft wertvoll. „Mit Air So Pure gibt es verschiedene Berührungspunkte, aber keine direkte Konkurrenz“, sagt Jelle. „Das erleichtert die Zusammenarbeit.“
Auch in kommerzieller Hinsicht bringt die Mitgliedschaft Vorteile mit sich. „Wir tauschen Marktkenntnisse aus, nehmen gemeinsam Marketingprojekte in Angriff, haben die Pflanze des Monats und arbeiten immer häufiger mit Mischbestellungen“, so Joram. „Es ist vor allem schön, sich gegenseitig auszutauschen. Läuft es gut, was funktioniert, wo liegen Chancen oder Herausforderungen?“ Auch bei den Kunden gibt es Chancen. „Es gibt Kunden, die ausdrücklich nach Air So Pure fragen“, ergänzt Jelle. „Ohne Air So Pure verpasst man diese Möglichkeiten.“

Entwicklung durch Wissensaustausch
Laut Jelle trägt der Verband auch zur Entwicklung des eigenen Unternehmens bei. „Man lernt von anderen Mitgliedern und diskutiert aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit und Personal. Diese Erkenntnisse nimmt man dann mit zurück in das eigene Unternehmen.“ Joram fügt hinzu: „Wir entwickeln bereits, noch bevor der Kunde danach fragt. Da wir mit Air So Pure Schritt halten, bleiben wir an der Spitze.“
„Die Mitgliedschaft sorgt zudem für ein Stück Bekanntheit für uns selbst“, betont Joram. „Und Air So Pure hebt sich wirklich von anderen Marken ab. Das macht es einzigartig und schön, Mitglied zu sein“, erzählt Jelle stolz.
Auf die Frage, warum ein Züchter Mitglied bei Air So Pure werden sollte, haben die Brüder eine klare Antwort. „Dank Air So Pure kannst du deinem Produkt einen echten Mehrwert verleihen. Außerdem kannst du deinen Kundenstamm erweitern und mit Kollegen zusammenarbeiten, die keine Konkurrenten sind. Und natürlich sind die ganzjährigen, festen Lieferwege ein schöner Nebeneffekt.“

Beiträge zum Verein
Die Brüder investieren Zeit und Energie in Air So Pure. So ist Jelle seit ihrem Beitritt im Jahr 2016 Schatzmeister im Vorstand, und Joram engagiert sich im Werbeausschuss und im Verkäufergremium. „Seit ich Schatzmeister bin, betrachte ich Zahlen mit anderen Augen“, sagt Jelle. „Man lernt viel davon, wie andere Mitglieder bestimmte Dinge angehen, und das nimmt man mit zurück in die eigene Unternehmensführung. Sehr wertvoll.“
Joram hingegen beschäftigt sich gerne mit Werbung. „Marketing und Werbung machen mir Spaß, damit beschäftige ich mich auch bei JK Plant. Aber bei Air So Pure macht es mehr Spaß und ist einfacher, Werbung zu machen, weil man ein gemeinsamer Verein ist.“ Auch Joram ist sich über seinen Beitrag sehr im Klaren. „Ich habe oft eine klare Meinung. Wenn man will, dass mit der eigenen Meinung etwas passiert, muss man auch bereit sein, Zeit in einen Verein zu investieren und in solchen Ausschüssen mitzuarbeiten.“
„Das war wirklich cool“
Ein Beispiel, das Joram in Erinnerung geblieben ist, ist eine Marketingaktion in Deutschland, bei der Air So Pure ein auffälliges Iglu in einem Einkaufszentrum aufgestellt hatte. „Das war wirklich cool. Die Marke wurde dort buchstäblich greifbar. Außerdem stand das Iglu danach noch an verschiedenen anderen Orten. Solche Kampagnen kann man nur gemeinsam organisieren.“ Auch von B2B-Messen sind Joram und Jelle begeistert. „Wie man gemeinsam als ein Verein mit dem richtigen Erscheinungsbild die Marke präsentiert, das ist wirklich cool.“

Zusammenarbeit in der Branche
Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht nur auf Air So Pure. So ist JK Plant auch in der FPC „Groene Kamerplanten“ (Grüne Zimmerpflanzen) von Royal FloraHolland aktiv. In dieser Beratungsgruppe denken Züchter gemeinsam über die Ausrichtung und Zukunft der Branche nach.
„Man hat das Gefühl, mitdenken und mitentscheiden zu können“, erzählt Jelle. Die Gruppe fungiert nämlich als Resonanzboden gegenüber der Auktion und liefert zudem viele direkte Informationen über Trends, Vorschriften und Marktdynamik.
Für Joram ist ihre Teilnahme selbstverständlich: „Wenn man eine Meinung hat, muss man auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Es ist wichtig, seine Stimme zu erheben. Außerdem kann man noch Einfluss nehmen und erfährt Entwicklungen direkt aus erster Hand.“

Arbeiten an einem nachhaltigeren Anbau
Auch Nachhaltigkeit ist für JK Plant ein fortlaufender Prozess. In den letzten Jahren wurden verschiedene Schritte unternommen, um nachhaltiger zu werden. Vor kurzem haben sie noch in neue, intelligente, KI-gesteuerte LED-Beleuchtung mit einstellbarem Lichtspektrum investiert. „Diese Lampen passen ihre Lichtintensität an das Tageslicht an“, erklärt Joram. „Wird nur wenig Licht benötigt? Dann geben sie auch nur wenig Licht ab. So hat man immer die richtige Lichtmenge. Das spart Energie, sorgt aber auch für besseres Wachstum.“
Zudem sind die Gewächshäuser teilweise mit dreifachen Schattierungsnetzen ausgestattet, das Wasser wird vollständig rezirkuliert und der Gasverbrauch wurde dank einer saisonalen Anbaustrategie reduziert. „Im Winter können wir die Temperatur senken, dank unseres Herbstanbaus“, sagt Jelle.
Ein weiteres Beispiel ist die Araukarie, die vollständig auf eigenem Boden gezüchtet wird und dadurch nachhaltiger ist. „Hier geschieht alles, von Anfang bis Ende. Wir haben die Mutterpflanzen hier, sodass kein Transport erforderlich ist. Sie wird hier gezüchtet, angebaut und verkauft“, erzählt Jelle stolz.

Biologie
Auch im Bereich des biologischen Pflanzenschutzes macht JK Plant Fortschritte. Nicht weniger als 90 % des Anbaus erfolgt auf natürliche Weise unter Einsatz biologischer Mittel anstelle von chemischen Mitteln. Ein Beispiel dafür ist der Gecko. Im vergangenen Jahr hat der Gecko seinen Einzug auf die Araucaria heterophylla und Monstera Deliciosa von JK Plant gehalten. Dieser Gecko ist nämlich ein echter Superheld in der biologischen Schädlingsbekämpfung. Keine chemischen Mittel mehr: Dieser kleine Freund hält Schädlinge auf natürliche Weise in Schach.
Dennoch sind sie noch nicht am Ziel. Torffreie Blumenerde und alternative Energiequellen stehen als nächste Schritte auf der Agenda. „Wenn wir irgendwo investieren, wollen wir, dass es wirklich nachhaltig ist. Deshalb ist es noch nicht so einfach“, so Joram.

Vier Jahreszeiten, vier Produktgruppen
JK Plant züchtet vier Hauptprodukte: Araucaria, Monstera, Dahlia und Canna. Diese Produktgruppen wurden bewusst ausgewählt, um das Gewächshaus ganzjährig zu nutzen und den Markt zum richtigen Zeitpunkt zu bedienen. Die Topfgrößen variieren je nach Produkt zwischen 10,5 cm und 27 cm.
- Dahlia & Canna – p17 (Frühjahr)
- Araucaria – p10,5 bis p27 (Herbst)
- Monstera - p14, p17, p21 (ganzjährig)
Die Lieblingspflanze der Brüder? Vor allem die Araukarie ist ihr Favorit. „Das ist die einzige Kultur, die wir komplett in Eigenregie betreiben. Von der Vermehrung über die Aufzucht bis zum Verkauf“, sagt Jelle. „Also vom Samen bis zum ausgewachsenen Produkt. Das macht sie zu etwas ganz Besonderem.“

Qualität
JK Plant richtet sich mit seiner Qualität an das obere Marktsegment. Das erfordert eine strenge Auswahl und Kontrolle. „Wir sind selbst viel im Gewächshaus unterwegs“, sagt Jelle. „Wir halten uns gegenseitig auf Trab und sprechen uns an.“
Joram erzählt dann stolz weiter. „Wir versuchen, überall höchste Qualität zu erzielen. Bei den Monsteras erhalten unsere besten Pflanzen das Air So Pure-Label. Aber eigentlich wollen wir einfach, dass jede Monstera Air So Pure-Qualität hat.
Wie sieht eine solche Air So Pure-Qualität dann aus? „„Unsere Monsteras mit dem Air So Pure-Label erfüllen feste Anforderungen“, sagt Joram. „Dazu gehören Blattgröße, Qualität und Blattstruktur. Nur die besten Pflanzen erhalten dieses Label.“ Bei der Monstera p17 und p21 möchte JK Plant zum Beispiel immer ein Loch in den Blättern haben. Das hängt aber vom Alter ab: Junge Blätter haben noch keine Löcher in den Blättern.
Auch bei der Araucaria setzt JK Plant auf beste Qualität. „Bei der Araucaria verwenden wir unser Nordic Pine-Label. Auch hier gelten klare Qualitätsstandards“, erklärt Jelle. „Außerdem tun wir es auch für uns selbst: Wir wollen immer gute Pflanzen haben. Also nicht nur Qualität für den Kunden, sondern auch für uns selbst. So legen wir die Messlatte hoch.“

Sagen, was man tut, und tun, was man sagt.
Während manche Züchter auf Größe setzen, setzt JK Plant voll und ganz auf Ehrlichkeit und Flexibilität. Kunden können sich sowohl mit kleinen als auch mit großen Bestellungen an uns wenden. „Willst du eine Pflanze? Dann bekommst du eine Pflanze. Willst du fünf Anhänger? Dann bekommst du fünf Anhänger, kein Problem!“, lacht Joram. „Wir zeichnen uns durch unsere Qualität und gute Kundenbeziehungen aus. Wir sagen, was wir tun, und wir tun, was wir sagen. Oh, natürlich mit einer ordentlichen Portion Westland-Humor und Bodenständigkeit.“
In den kommenden Jahren stellen Energie und Personal für JK Plant weiterhin große Herausforderungen dar. „Das ist einfach schwierig und wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch schwieriger werden. Aber wir bleiben uns treu und werden auch hier flexibel reagieren.“
Stolz aufeinander
In fünfzehn Jahren hat JK Plant also ein beeindruckendes Wachstum durchlaufen. Wenn wir fragen, worauf sie am meisten stolz sind, ist die erste Antwort sofort klar: „aufeinander.“
Aber auch andere Aspekte kommen zur Sprache. „Ich bin vor allem stolz darauf, was wir bei JK Plant in 15 Jahren auf die Beine gestellt haben. Wir haben drei eigene Standorte, zwei gemietete Standorte, Mitarbeiter, die gerne hier arbeiten, und sehr viele feste Geschäftspartner, mit denen wir gut zusammenarbeiten. Oh, und wir verstehen uns immer noch gut miteinander, haha“, ergänzt Joram.
Auch Jelle hat noch etwas hinzuzufügen. „Ich bin auch stolz auf die Araucaria, darauf, wie wir das hinbekommen haben. Wir sind kein großer Züchter, aber bei allem, was wir tun, sind wir doch ziemlich groß.“

Monstera als Pflanze des Monats Juli
Zum Schluss noch ein Tipp vom Züchter selbst. Die Monstera, Pflanze des Monats Juli, ist laut Jelle der ideale Sommerbegleiter. „Die Monstera ist eine super robuste, kräftige Pflanze und pflegeleicht. Wenn man sie kurz vor der Abreise aus der Sonne nimmt und gut gießt, lebt sie einfach noch, wenn man zurückkommt. Es sei denn, man ist natürlich monatelang weg, dann muss man schon jemanden organisieren, haha.“
Über JK Plant
JK Plant ist ein zuverlässiger Züchter, der für Qualität steht. Sie halten, was sie versprechen, und tun, was sie sagen. Die Messlatte liegt stets hoch – sowohl für sie selbst als auch für ihre Kunden. Darüber hinaus sind sie flexibel: Sie passen sich den Anforderungen des Marktes an, egal ob es sich um eine einzige Anzuchtpalette oder um mehrere Anhänger handelt.

JK Plant in Zahlen
- Gegründet 2010
- Mitglied bei Air So Pure seit 2016
- 3 eigene Standorte
- 7,5 Hektar
- 10–15 Mitarbeiter
- 4 Produktgruppen
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